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Pfaffhausen


Im 10. Jahrhundert vermachte Engibold von Fällanden seinen Hof "auf dem Berg" dem Chorherrenstift Grossmünster. Sein Haus wurde damit zum "Haus der Pfaffen" und gab möglicherweise der Gegend den Namen. Andere sind der Ansicht, dass der vom Grossmünster geschickte "Pfaff" auf seinem sonntäglichen Weg zur Predigt nach Fällanden nicht nur dem Stein, auf dem er zu ruhen pflegte - dem Pfaffenstein - seinen Namen gab, sondern auch dem Haus, in dem er jeweils ass.

In Prozessakten aus dem Jahre 968 taucht erstmals der Name des in Pfaffhausen ansässigen Geschlechts "Irminger" auf. Ein Träger dieses Namens ist im Zusammenhang mit dem letzten Hexenprozess gegen Anna Göldin im Jahre 1782 in die Geschichte eingegangen, weil er sich zu Glarus als Teufelsaustreiber betätigte.

1939 wohnten in Pfaffhausen noch keine 100 Personen. Pfaffhausen war indessen das Ziel zahlreicher Ausflügler aus der Stadt Zürich. In den Fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts ermöglichte die wachsende Mobilität vielen Städtern, Pfaffhausen als Wohnort zu wählen. Damit nahm die Bevölkerung stark zu, und es entstand ein neuer Ortsteil.

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